Die Biene und ihre Bedeutung

Beim Thema Insektensterben denken viele Menschen sofort an die allseits bekannte Honigbiene. Doch die Honigbiene ist tatsächlich nur eine von mehr als 600 Bienenarten, die allein in Deutschland vorkommen.

Es ist daher umso wichtiger zu verstehen, wie die moderne Imkerei die Umwelt beeinflusst und warum es keine gute Idee ist, die Honigbiene so intensiv zu bewirtschaften, wie es derzeit vielerorts der Fall ist. Der Ansatz der Zeidlerei besteht darin, nur den Honig zu entnehmen, den die Bienen nicht für ihr Winterfutter benötigen. Dadurch wird die Menge an eingebrachtem Blütenpollen und Nektar reduziert und somit auch die Konkurrenz um Futterressourcen gegenüber den wildlebenden Verwandten.

Diese Herangehensweise ermöglicht eine Koexistenz, die dem Honig als Produkt wieder die verdiente Wertschätzung entgegenbringt und gleichzeitig unsere Umwelt schützt.

 

Welche Bienenrassen gibt es?

In Deutschland gibt es verschiedene Honigbienenrassen, die eine bedeutende Rolle im Gleichgewicht unserer Natur spielen. Besonders geeignet für unsere Zeidlerei sind die Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) und die Carnica-Biene (Apis mellifera carnica).

Die Dunkle Biene ist ein Symbol für Resilienz und Anpassungsfähigkeit. Als ursprünglich einheimische Art ist sie optimal an unser mitteleuropäisches Klima angepasst. Ihre Widerstandsfähigkeit und Rolle für den Artenschutz machen sie zu einer wichtigen Verbündeten im Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt.

Die Carnica-Biene ist für ihre Sanftmut und ihre Anpassungsfähigkeit bekannt. Sie zeichnet sich durch eine hohe Honigproduktion und ihr soziales Verhalten aus. Diese Eigenschaften machen sie zur idealen Wahl für naturnahe Imkerei und Zeidlerei.

Wie unterstütze ich Wild- und Honigbienen?

Wenn Sie Ihren Garten insektenfreundlich gestalten, können Sie nicht nur die Vielfalt an bunten und summenden Besuchern genießen, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Hier sind einige einfache, aber effektive Tipps, wie Sie Ihren Garten zu einem wahren Paradies für Insekten machen können:

  1. Pflanzenvielfalt fördern: Insekten lieben eine vielfältige Auswahl an Blumen, Kräutern und Sträuchern. Entscheiden Sie sich für einheimische Pflanzen, da diese besser an die örtlichen Bedingungen angepasst sind und speziell für einheimische Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle darstellen. Wählen Sie blühende Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten, um kontinuierlich Nahrung anzubieten.

  2. Insektenhotels aufstellen: Errichten Sie Insektenhotels oder Nisthilfen, um den kleinen Bestäubern einen Unterschlupf und einen sicheren Ort zur Fortpflanzung zu bieten. Solche Strukturen können aus Holz, Bambus oder leeren Stängeln von Pflanzen hergestellt werden und bieten Unterschlupf für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer.

  3. Wasserstellen einrichten: Insekten benötigen Wasser zum Trinken und zur Fortpflanzung. Schaffen Sie flache Wasserschalen oder kleine Teiche in Ihrem Garten, indem Sie flache Schalen mit Wasser füllen oder einen Miniatur-Teich mit Pflanzen anlegen. Achten Sie darauf, dass Insekten im Wasser leicht Zugang finden und wieder herausklettern können.

  4. Verzicht auf Pestizide: Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden und chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln in Ihrem Garten. Diese können nützliche Insekten vergiften und die natürliche Balance stören. Setzen Sie stattdessen auf natürliche Schädlingsbekämpfungsmethoden wie den Einsatz von Nützlingen oder den Anbau schädlingsresistenter Pflanzen.

  5. Totholz und natürliche Strukturen bewahren: Bewahren Sie Totholz, Baumstümpfe und natürliche Strukturen in Ihrem Garten, um Unterschlupf und Nistplätze für Insekten zu schaffen. Diese bieten Lebensraum für Käfer, Spinnen und andere kleine Tiere, die wiederum als Nahrung für Vögel dienen.

Honigbienen an einer Mohnblüte

Honigbienen an einer Mohnblüte

Honigbienen an einer Tränke

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